Mit Improvisation zum gewünschten Ergebnis

fotomauslogoFür das Sole-Waldschwimmbad in Bad Gandersheim (www.solebad-gandersheim.de) arbeiten wir zur Zeit an einer Kampagne. Eines der dafür angestrebten Bilder sollte eine Sportschwimmerin aus der Unterwasserperspektive zeigen. Um eine möglichst dramatische Beleuchtung zu bekommen, war als Hauptlichtquelle ein Studioblitz an Land vorgesehen. Normalerweise wird er per Funk ausgelöst. Das geht aber aus dem Unterwassergehäuse heraus nicht und eine Kabellösung schied auch aus. Mit viel Improvisation sind wir dann aber doch zu diesem tollen Ergebnis gekommen:

IMG_5015_kGelöst wurde das Problem über eine „Auslösekette“. Am Unterwassergehäuse blitzte bei der Aufnahme der Inon-Blitz. Er löste einen zweiten kleinen Unterwasserblitz per Slave aus, der am Rand so positioniert war, dass sein Blitz nach oben außerhalb des Beckens gerichtet war. Hier nahm ein weiterer Slave-Auslöser den Blitz auf und löste seinerseits einen Canon EX 580II aus, der wieder den Impuls für den Slave-Empfänger des Elinchrom Studioblitzes mit 500 Ws lieferte. In 80 Prozent aller Fälle funktionerte diese Auslöserkette bestens.

Weitere technische Daten des Bildes: Canon 5DII, 125 ASA, 1/160 sec (max. Sync für den Studioblitz), 24mm bei f:6,3. Bearbeitung in Lightroom.

Aus fotografischer Sicht war es dabei am schwierigsten, den passen Moment zu treffen, wo Ausschnitt und Bewegung am besten zueinander passten. Die Ausbeute konnte sich am Ende aber überaus sehen lassen.

Das fertige Ergebnis wird bald als großes Bild am Sole-Waldschwimmbad zu sehen sein. Dank gilt an der Stelle auch noch den beiden Schwimm-Models, Annina und Amelie Tschäpe, die über mehr als eine halbe Stunde immer wieder neu angeschwommen sind.

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Meerjungfrauen – mal im See

logo-brokhillUrlaub zuende – und Hunderte von MB an neuen Bildern auf der Festplatte. Eines unserer großen Ziele war, endlich mal dem nur Pool oder Hallenbad gewohnten Unterwasserghäuse die freie Wildbahn vorzuführen, und dabei auch zu ein paar schönen Aufnahmen zu kommen. Beinahe wäre das Unterfangen durch den schönen Sommer vereitelt worden, denn die Wärme hatte den Anteil an Algen und Schwebeteilchen im warmen Wasser des Lagower Sees (Lebuser Land, Polen) so hochgetrieben, dass kaum mit guten Ergebnissen zu rechnen war, die halbwegs klare Sichtweite betrug nur etwa eineinhalb bis zwei Meter. Doch glücklicherweise waren die Sichtverhältnisse im nördlichen Teil des durch Lagow getrennten Seentals deutlich besser, so dass an einem warmen Tag unser Fotoshooting im See möglich war. Mit etwas Aufwand, denn alle Sachen, Gehäuse, Utensilien, Badezeug etc., mussten per Fahrrad zum Tretboot geschafft werden, um dann auf dem See zu den am Ende drei Shooting-Locations geschippert zu werden.

IMG_6079_kAlina (14, links) und Anika (9) sowie Beata posierten reihum als Models. Äste umgestürzter Bäume und Unterwassergewächse dienten als Kulisse, die Sonne als hellste Lichtquelle mit teilweise wunderschönen Strahlen, zur Aufhellung der Blitz am Unterwassergehäuse. Fast alle Bilder wurden mit dem 24er Weitwinkel aufgenommen, um den Abstand möglichst gering und damit den Kontrastverlust durch Trübung so klein wie möglich zu halten.

IMG_6164_kGemeinsame Erfahrung: Outdoor-Shooten ist deutlich anstrengender als im Hallenbad oder natürlich erst recht einem kleinen Pool. Die ganze Zeit Strampeln oder Rudern kosteten ordentlich Kraft (Flossen oder Neopren waren nicht im Spiel, getaucht wurde ohne Gerät!) Die Ergebnisse aber lohnten den Aufwand. Es entstanden Bilder, wie sie sonst allenfalls als Komposit möglich waren.
An den beiden gezeigten Bildern wurden nur Helligkeit und Kontrast (Klarheit) sowie Farbe und Schärfe angefasst, sonst nichts verändert. Bearbeitet in Lightroom.

Demnächst mehr Bilder aus diesem Shooting in einer Galerie.

Perseiden waren den Sternen schnuppe…

logo-brokhillAlle Jahre wieder durchkreuzt die Erde auf ihrer Bahn um die Sonne im August die Bahn des Kometen Swift-Tuttle. Dessen „Staubspur“ lässt – besonders um den 11./12. August herum – die Zahl der Sternschnuppen am Nachthimmel deutlich emporschnellen: Es ist Perseiden-Zeit. In diesem Jahr eine besonders günstige, denn der Mond stand zur Maximumszeit zwei Tage vor Neumond, konnte also die ganze Nacht über die Beobachtung nicht stören, und es war ausnahmsweise auch mal wieder gutes Wetter avisiert. Also: Raus aus der Stadt, rauf auf den Kühler, wo man etwas außerhalb der Lichtglocke einen einigermaßen dunklen Himmel vorfindet. Mit viel Hoffnung auf gute Bilder habe ich mich vom 11. auf den 12. dort etwa zweieinhalb Stunden in den Liegestuhl gesetzt und versucht, die flüchtigen Gesellen einzufangen.

Was nur mäßig gelang. Gerade mal zwei Meteore waren später in den Bildern nachweisbar. Etwa zehn hatte ich gesehen, einige außerhalb des aufgenommenen Gesichtsfeldes, die anderen einfach zu schwach. Eine magere Ausbeute, die noch durch zwischenzeitlichen Wolkenauf- und -durchzug beeinträchtigt wurde. Hier das Bild mit dem hellsten Meteor, das etwa eine mag von -1 erreichte und knapp neben dem Andromedanebel noch in mein Bildfeld kam, das leicht um die Vignette beschnitten wurde.

perseidTechnische Daten: 11. August, ca. 23:38 MESZ, Canon 5DII, 18mm/f:2,8, 3200 ASA, 30 sek.

Bearbeitet in Lightroom und PS (Kontrast, Helligkeit, Farbe, Rauschen); verkleinert auf 1600 Pixel lange Kante.

Die rosa Himmelsaufhellungen stammen von Wolken bzw. Dunst.

Mit den Schnuppen ist es wie mit Blitzen: Man weiß nie, wann und wo eine kommt. Auf rund 250 Bilder Einsatz hätte aber durchaus mehr dabei sein dürfen. Vielleicht geht ja noch was in den Tagen nach dem Maximum am 12. August, der Meteorstrom ist breit und länger anhaltend.

Domfestspiele – die fünfte Jahreszeit in Bad Gandersheim

fotomauslogoSeit 1959 hat Bad Gandersheim Freiluftfestspiele, die Domfestspiele, die seither jährlich im Sommer vor der Stiftskirche (die eigentlich gar kein Dom war und ist) stattfinden. Früher vornehmlich der Klassik gewidmet mischt sich diese heute eher unter das überwiegende Musiktheater. In der diesjährigen 57. Auflage wurden neben „Die Comedian Harmonists“ die Rockoper „Jesus Christ Superstar“, „Wie es euch gefällt“ von Shakespeare und als Kinderstück „Eselhundkatzehahn“, eine Abwandlung der Bremer Stadtmusikanten gespielt. Als „Studiostück“ läuft im Kloster Brunshausen diesmal der Monolog „Judas“. Die Domfestspiele gehen noch bis zum 16. August.

domfestspieleBondage und Peitschenspiele vor der über 1200 Jahre alten Stiftskirche? Nein, das Bild zeigt eine Szene aus der Rockoper „Jesus Christ Superstar“ von Webber und Rice.

Seit vielen Jahren begleiten wir die Domfestspiele fotografisch. Dabei erstellen wir bei allen Stücken die Fotografien, die später als Pressebilder von den Festspielen verschickt werden, im Journal und Sonderausgaben auftauchen, die Programmhefte bebildern, den Web-Auftritt der Festspiele schmücken (http://www.gandersheimer-domfestspiele.de/) und zu guter Letzt mit je einem Motiv pro Stück in Großformat in den Schaukästen an der Tribüne hängen. Alles aus einem Guss  – von der Aufnahme bis zum Großdruck aus dem eigenen Hause.

Daneben gibt es seit ein paar Jahren eine Aktion, mit Großbildern (1,12m breit, bis zu 1,70m hoch) einige leerstehende Geschäfte in der Innenstadt attraktiver zu gestalten. Die wiederum wird außerhalb der Festspiele durch die einheimischen Händler und Betriebe gesponsert und so als Zusatzleistung für die Festspiele werben und ein Stück mehr Atmosphäre in die Stadt bringen.

Für uns ist diese „fünfte Jahreszeit“ in Bad Gandersheim immer eine sehr geschäftige, denn alles muss auf den Punkt passen: An einem Dienstagabend zum Beispiel eine Fotoprobe, anschließend sofort Bilder aussortieren (gemeinhin zwischen 1100 und 1500 aus zwei Kameras), DVD brennen und der Intendanz nachts zur Auswahl bringen, weil am nächsten Morgen die Programmheftmotive ausgesucht und zum Versand fertiggemacht sein müssen. Dann Pressebilder, CD’s damit brennen, Schaukastenbild bearbeiten und drucken, aufhängen, alles in nur zweieinhalb Tagen vor der Premiere, und das bis zu fünfmal pro Spielzeit.

Viel Arbeit, aber auch jede Menge Spaß und Kreativität. Immer wieder eine neue Herausforderung, sich auf die Inszenierungen einzulassen und die besten Motive und Blickwinkel zu finden – was meistens im ersten Anlauf sitzen muss. „Nachschuss“ geht nur äußerst selten, wenn mal das Wetter nicht mitgespielt hat. Schade, dass alles schon bald wieder vorüber ist, kaum dass man angefangen hat… Dann bleibt in der Zwischenzeit nur die Freude auf’s nächste Jahr.

H2O – plötzlich Meerjungfrau

fotomauslogoZu den aktuell stark nachgefragten kommerziellen Fotoangeboten der Foto-Maus gehören die Meerjungfrauen-Bilder. Ein Betätigungsfeld, das seit Februar 2015 im Bad Gandersheimer Sole-Waldschwimmbad (http://www.solebad-gandersheim.de) durch die seither regelmäßig stattfindenden Kurse seine Basis gefunden hat.

Die Hannoveraner Tauchlehrerin Katrin Felton (http://meerjungfrau-model.de/) macht’s möglich. Bei Einsatz in fernen Ländern auf Tauchbasen hat sie das Angebot entwickelt und nach Deutschland gebracht, wo sie es von Hannover aus in Bädern des Umlandes anbietet. So jetzt eben auch in Bad Gandersheim.

mermaidsNatürlich möchten die – meistens weiblichen  – Teilnehmer (es haben hier aber auch schon Jungen an den Kursen teilgenommen) von ihren ersten Unterwassererlebnissen als Meerjungfrauen oder Meerjungmänner gern Bildeindrücke. Und da kommt die Foto-Maus ins Spiel.

Mit langer Erfahrung im Bereich Unterwasserfotografie haben wir uns als Begleiter der Kurse dieser Aufgabe angenommen. Fotografiert wird dabei während des 90-minütigen Kurses, was die Sache anstrengend und sehr lebendig macht, denn als UW-Fotograf muss ich dafür sorgen, dass am Ende von jedem Teilnehmer, der das Foto-Basispaket gebucht hat, auch genügend gute Bilder dabei gewesen sind. Das hat aber bisher immer geklappt.

Fotografiert wird mit einer Canon 5DII in einem Ikelite-Gehäuse, an dem ein Inon-Blitz für Zusatzlicht unter Wasser sorgt. Als Objektiv kommt meistens ein 24-105 mit Vorsatzlinse in den Dom des Gehäuses, wobei die meiste Zeit die kürzeste Brennweite zum Einsatz gelangt.

Die Art der Aufnahmebedingungen sorgt natürlich eher selten für künstlerischen Highlights – dafür gibt es ja die Individualshootings mit weitaus mehr Möglichkeiten, auch in der späteren Nachbearbeitung -, die Bildergebnisse sind aber dennoch weit besser als mit gewöhnlichen Schnappschüssen heute schon vielfach vorhandener Unterwasserkameras (und mancher Handys) möglich wäre.

Da wir das Angebot im Zusammenwirken mit dem Solebad machen, kostet das die Teilnehmer zum Kurspreis (27,50 Euro) nur zehn Euro extra für ein Mindestmaß von fünf guten Einzelbildern und einem Gruppenfoto. Das ist doch wohl eher geschenkt, oder? Da beide Seiten (Bad und Fotografen) aber damit wunderbar leben können, ist’s zunächst damit auch gut so.

Zusammengefasste Eindrücke von einem Doppelkurs findet ihr in diesem Übersichtsbild:  http://www.diefotomaus.de/wordpress/meerjungfrauen.jpg

Infos über die Kurse (der von heute ab nächste am Sonnabend, 15. August 2015, 9.30 Uhr) unter der Solebad-Internetadresse oben.

Nächtliches Blitzlichtgewitter

logo-brokhillImmer wieder einmal nehmen wir auch Wetterphänomene auf. So wir in der Nacht vom 2. auf den 3. Juli 2015, als eine von Westen kommende Kaltfront der Hitze des 2. Juli ein Ende setzen sollte. Nächtliche Gewitter waren angekündigt, oft eine sehr fotogene Angelegenheit.

gewitter

Die Front kam sehr langsam voran, was zu einigen stationären Gewitterherden führte. Ein solcher baute sich nach Mitternacht über dem Weserbergland und westlich davon auf und bot mir beste Gelegenheit zu Timelapse-Aufnahmen. Optimiert wurde das Ganze noch durch einen ungestörten Sternenhimmel über dem recht stationären Gewitter und einer durch Mondlicht illuminierten Landschaft.

Leider torpedierte eben dieser Mond meine eigentliche Absicht, mögliche Sprites über dem Gewitter aufzunehmen. Sprites sind schwache Blitze in roter oder blauer Farbe, die weit oberhalb des Gewitterherdes (ca. 80 km Höhe) in den Weltraum schießen. Auf keinem der rund 430 Bilder fand sich von diesem flüchtigen Phänomen eine Spur – entweder, weil dieses Gewitter keine Sprites erzeugte (das tut nicht jedes Gewitter), oder einfach weil der Himmel durch den Mond zu hell war.

Immerhin entstand außer zahlreichen schönen Einzelbildern eines Doppelgewitterherdes auch ein hübsches Timelapse, das den Ablauf von knapp 45 Minuten auf eine zusammenfasst. Hier zu finden: http://www.diefotomaus.de/Video/gewitter030715c1.mp4

Das Video sollte man sich mehrmals anschauen, weil gar nicht alles bei einem Mal zu erfassen ist. Unter anderem findet sich etwa zur Hälfte im linken Gewitterkopf ein Blitz, der nach oben aus der Wolke schlägt. Auch die Sternenbewegung ist ein Beobachten wert. Genießt es.

Für die Techno-Freaks: Aufgenommen am 3. Juli 2015 zwischen 0:47 und 1:30 MESZ mit Canon 5DII, 50/1,4 auf f:1,8, 5 sec. je Einzelaufnahme bei 400 ASA, mehr ließ der Mond nicht zu. Im Timelapse sind 430 Aufnahmen verarbeitet.

LG

Rudolf

Ein weiteres Logo – und seine Bedeutung

Das Logo der Foto-Maus hat ja schon viele Jahre auf dem Buckel. Entstanden ist es in Anlehnung an den Sinn des Namens, die Verbindung zwischen Fotografie und Computer (-Mausklick). Es steht damit für den Gewerbebetrieb, in dem mit den footgrafischen Dienstleistungen auch Geld verdient wird.

Nun ist längst nicht alles, was bei uns mit Fotografie zu tun hat, gewerblich oder auf’s Geldverdienen ausgerichtet. Viele Projekte sind rein privater Natur, sollen hier im Blog hin und wieder aber auch ihren Platz finden. Um das deutlicher auseinanderhalten zu können, gibt es ein zweites Logo:

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Beiträge, die mit diesem Logo starten, gehören damit zu den privaten, nichtkommerziellen Projekten. BrokHill ist ein Kunstname, der sich aus den Anfängen unserer beider Nachnamen zusammensetzt: Beata BROKowska und Rudolf A. HILLEbrecht.

Beiträge, die mit dem Geschäftsbetrieb der Foto-Maus direkt oder im weiteren Sinne zu tun haben, beginnen umngekehrt mit diesem Logo:

fotomauslogo

Wir hoffen, damit eine sinnvolle Trennung zwischen den beiden Bereichen vornehmen zu können.