365 Tage: Herausforderung angenommen

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Mit dem Gedanken eines Ganzjahresprojektes habe ich mich schon länger getragen. Aber bislang kam es aus vielfältigen Gründen noch nicht zustande. Im Dezember 2016 wurden die Überlegungen dann konkreter und mündeten in den Beschluss, 2017 die Herausforderung anzunehmen: Gelingt es, wirklich jeden Tag ein Foto zu schießen? Ich will es wissen, und seit dem 1. Januar ist das Projekt gestartet:

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Der Anfang ist gemacht, eine einfache Präsentations-Webseite war rasch erstellt und ist ein Ableger der Fotomaus-Hauptseite, zu der dieser Blog ja auch gehört.

Mit der Neujahrsnacht hat nun das Fotografieren begonnen. Sich jeden Tag daran erinnern zu müssen, ist im Moment noch das Gewöhnungsbedürftigste, wird sich aber rasch einspielen.

Um mich selbst nicht zu sehr unter Druck zu setzen, hat mein erstes 365-Tage-Projekt keine strikten Regeln und kein einengendes Thema. Motiv darf sein, was mir vor die Linse kommt, und ob die vor der DSLR oder im Smartphone sitzt, ist egal. Es muss keine Farbe sein, darf auch SW. Selbst mal ein (digital aufbereiteter) Analogbeitrag ist denkbar, da ich ja hin und wieder auch noch mit SW-Film fotografiere.

Oberste Maxime ist auf jeden Fall: Es soll Spaß machen. Und ich möchte natürlich Erfahrungen sammeln, erleben, wie andere es beschrieben haben, wie sich der Blick für die Dinge im Lauf eines solchen Fotojahres verändert. Das ist spannend, und vielleicht – so hoffe ich zumindest – bringt es mich auch voran.

Falls Sie Lust haben, schauen Sie doch immer wieder mal rein, wie sich die Sache entwickelt. Und kommentieren kann und darf man die Bilder auch. Zu finden ist die Präsentationsseite unter der Adresse www.diefotomaus-badgandersheim.de

Auf ein tolles neues Foto-Jahr 2017.

Glowing sticks

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Nichts ist unmöglich – mindestens solange nicht, wie man es noch nicht probiert hat. Bei dem Rockabend, aus dem die Bilder meines letzten Beitrages stammten, kam es auch zu einem überraschenden Moment: Die Lichter wurden ganz gelöscht, Drummer Peter Gansen holte zu einem Solo aus, das er – wie er vorher ankündigte – mit einer Premiere verband. Gespielt wurde nämlich im Dunkeln mit leuchtenden Drum-Sticks.

Die meisten Fotografen hätten jetzt vermutlich die Kamera weggeglegt, denn außer den Sticks leuchtete sonst nichts. Keine Ahnung, wieviel Watt die wohl ausmachten, zudem nur in der Farbe Grün. Und das in den Händen eines Wirbelwindes. No way, no chance?

Weißt Du erst, wenn Du es wenigstens versucht hast, sagte ich mir, besann mich der hohen ISO meiner Canon 1DIV, wobei ich als Kompromiss zum Rauschen und wegen der durchaus beabsichtigt längeren Belichtungszeit von um die halbe Sekunde mit 6400 ASA begnügte. Da geht bekanntlich mehr. Das angeflanschte 28-300 bot bei genutzten 85mm Blende 5,6, alles aus freier Hand, wobei ich mich auf den guten IS des Objektives verlassen habe. Zielen, und dann einfach Serien abgedrückt.

Natürlich gab es bei den Ergebnissen eine hohe Ausschussquote. Die löscht man halt einfach wieder weg. Was blieb, waren die Glückschüsse dazwischen, wo alles passte: Genug Stabilisierung für scharfes Umfeld, schöne Wischstrukturen der Sticks und im Optimalfall ein fast scharfer Drummer. Mehr geht kaum. Insgesamt waren es rund 20 solcher Schüsse, die dem entsprachen, eine gute Ausbeute. In Farbe, aber auch dem Monochrom, das ich die meiste Zeit des Abends benutzt habe.

Fazit: Denk nicht „Geht nicht“, bevor Du es nicht wenigstens probiert hast!

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Ein rockiger Abend mit „When I was cool“

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Lokale Rockbands gibt es viele. Richtig gute werden es schon erheblich weniger. Ich hatte das Glück, am vergangenen Wochenende eine solche zu erleben; teils privat, teils dienstlich, das kombiniert sich manchmal im Journalistenberuf.“When I was cool“ heißt das Trio, das seinen Auftritt auf der „Weltbühne“ im kleinen Heckenbeck /Bad Gandersheim am Harz hatte. Was für den Fotografen den unschlagbaren Vorteil hat, weder Akkreditierung noch Fotografengraben oder andere Hindernisse überwinden oder in Kauf nehmen zu müssen. Nach Herzenslust konnte ich die drei Musiker (und zwei später hinzustoßende Freunde) ungestört aus allen Winkeln ablichten. Wobei ich mich nach kurzer Zeit entschied, von Farbe auf Monochrom zu wechseln, weil es nur eine Bühnenlichteinstellung gab. SW gab den Bilder gleich mehr Biss und einen rockigeren Look. Den habe ich dann daheim mit Lightroom noch ein gutes Stück weiter „gerockt“. Die Brauntönung kam so dazu, leichte Vignette, stark angehobene Klarheit und Spielerei mit Licht und Schatten für den jeweils besten Grip – was je nach Standort der Musiker auf der Bühne sehr unterschiedlich ausfallen konnte. Da die Bilder mit 6400 ASA an einer Canon 1DIV aufgenommen waren (Objektiv 28-300 bei f:5,6) sorgte die Steigerung der Klarheit für einen „Körnungseffekt“, der den Bildern einen zusätzlich rauen Touch gibt. Wer wissen will, wer die Jungs sind: http://when-i-was-cool.klausdibbelt.de/

Leider gibt es noch keine Termine für die nächsten Auftritte. Solltet Ihr aus der Region kommen und mal guten Rock hören wollen, dann achtet auf die nächsten Gigs von WIWC.

Der kleine schwarze Punkt: Merkurdurchgang vom 9. Mai aufgearbeitet

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Noch im Mai – ich hatte schon gar nicht mehr damit gerechnet – habe ich nun ein finales Ergebnis des Merkurdurchganges erreicht. Nach den fast neun Stunden in der Sternwarte am 9. Mai hatte ich fast zehn Tage lang keine Zeit, das Material auch nur zu sichten. In mehr als 40 Stunden Arbeit ist dann das finale Bild entstanden. Eingegangen sind 39 Videos, die am C14 mit Baader ND5-Folie in voller Öffnung aufgenommen worden waren. Alle zehn Minuten entstand ein solches Video. Die Lücke in der Bildserie ist geblieben, wo Wolken die zeitgerechte Aufnahme verhinderten. Auch endet die Serie vor Austritt, da die Sonne gegen 20:18 MESZ hinter einem Haus verschwand. Das letzte, in Wolken ziemlich schlechte Video war zudem ein Stückchen aus der Zeitschiene.
Aus allen Videos, die im Normalfall 2500 frames hatten, habe ich je eine Sequenz von minimal 150 frames, maximal ca. 700, im Durchschnitt 300 bis 500 frames mit dem besten Seeing herausgeschnitten. Länger durften die Einzelsequenzen wegen der Merkurbewegung nicht sein, sonst wäre beim Stacken Unschärfe um den Planeten herum entstanden, die ich so auf ein Minimum begrenzen konnte.
Die Gesamtsonne entstand parallel am 7″-Refr. mit einem Baader ND3.8 und einem lichtdämpfenden RG680 mit einer Canon 5Ds R. Aus drei Einzelbildern habe ich jeweils den Grünauszug herausgenommen, die drei Bilder gestackt, später wieder in gelb eingefärbt.
Die Flecken sind in dieses Bild aus eigenen Videostacks eingefügt, das Gesamtbild zeigt den Zustand etwa zur Mitte des Durchgangs.
Rechts ist die Eintrittssequenz zu sehen, die aus einem rund dreieinhalbminütigen Video in Einzelabschnitten herausgeschnitten und bei jeweils nur noch 150 frames pro Sequenz gestackt wurden. Zu sehen ist hier nur jedes zweite Bild. Unten zwei Bilder aus der Videoserie vor Granulation.
Das Originalbild hat knapp 11.000 Pixel Breite und eine Druckhöhe bei 150 dpi von knapp 2 Metern!! In 1,12 x 1,10m hängt es bei mir an der Wand.
Für die Betrachtung im Web musste ich es natürlich deutlich verkleinern, es hat nun 4096 Pixel Breite und 72dpi, doch auch da lässt sich die Gesamtschärfe beim Hineinzoomen noch gut erahnen. Achtung: Hier hinterlegtes Originalbild hat 4MB! (Im Original bei mir daheim ist es ein TIF von 330 MB!)
Insgesamt bin ich mit dem Ergebnis nun doch noch zufrieden, nachdem ich zunächst am Seeing und der Unvollständigkeit am Zweifeln war. Schade nur, dass ich wenig später mit der neuen ASI224Mc ein Setup bekommen habe, dass – wie an den zwischenzeitlich gezeigten Sonnenbildern nachzuvollziehen – hier vielleicht noch einiges mehr zugelassen hätte…
Aber, das ist ja fast immer so, dass irgendwas noch besser geht. Dafür muss man beim Merkur ja glücklicherweise nicht gar so lange auf die nächste Chance warten.

Nachgearbeitet…

Es ist schon länger an der Zeit, sich mal wieder zu melden. Das so viel Zeit verstrichen ist, liegt auch daran, dass ich diese intensiv genutzt habe, Liegengebliebenes endlich mal aufzuarbeiten. Und das ist eine gewaltige Menge, die da aus der Vergangenheit wartet.

Der Winter ist immer die richtige Zeit, solche Arbeiten, die viel am Computer passieren, anzugehen. Im Sommer kommt es dazu fast nie, da gibt es draußen dann doch ganz andere Schwerpunkte. Nachdem es mir im Frühjahr 2014 schon mal gelungen war, die astronomischen Ergebnisse des Jahres 2013 in einer Art Beobachtungsbuch zusammenzufassen und zu präsentieren (es steht übrigens wirklich als Buch beim mir so im Regal) habe ich mich nun seit Oktober etwa daran gemacht, dem weitere Jahre hinzuzufügen. Mit 2012, 2014 und im Januar/Februar dieses Jahres dann auch gleich noch 2015 sind jetzt vier Jahre im Verbund nachlesbar. Dazu kommt ein „Einzelgänger“, das Jahr 1999, von dem eine Wordfassung vorlag, die ich dann in Buchform gebracht habe.

Alle diese Jahresberichte sind zudem als PDF abgelegt. Verkleinerte Versionen – ohne Auflösungsverlust bei den zahlreichen Bildern – habe ich für das Internet zur Betrachtung durch die Allgemeinheit erstellt, denn die vielen schönen Beobachtungen sollen nicht bei mir in der Schatulle oder auf der Festplatte verrotten und eines Tages nach mir gänzlich verloren sein. Deshalb mache ich sie vollständig öffentlich.

Da ich seit 1972 Astronomie betreibe, habe ich mich damit auf einen langen Weg begeben… Mindestens bis 1991 zurück begleiten mich noch viele digitale Daten, davor wird’s analog. Ich habe mir vorgenommen, die Reise bis zu den Anfängen zurück vorzunehmen. Das wird beim derzeitigen Tempo durchaus einige Jahre dauern.

Für alle, die in die bereits vorliegenden Jahrgänge mal hineinschauen möchten, hier die Adressen der PDF-Versionen. Ich habe auch nichts dagegen, wenn sich jemand meinen Bericht herunterlädt. Zum Erfreuen, Vergleichen, Anschauen, alles gerne. Unwirsch würde ich nur, wenn ich ein Bild von mir ohne ausdrückliche Genehmigung woanders verwendet wiederfinden würde – es gelten die üblichen Urheberrechte! Ich bitte, das zu respektieren.

Die Adressen:

http://www.diefotomaus.de/astro/beobachtungsjahr1999_k.pdf

http://www.diefotomaus.de/astro/beobachtungsjahr2012_k.pdf

http://www.diefotomaus.de/astro/beobachtungsjahr2013_k.pdf

http://www.diefotomaus.de/astro/beobachtungsjahr2014_k.pdf

http://www.diefotomaus.de/astro/beobachtungsjahr2015_k.pdf

Viel Spaß beim Stöbern und der Lektüre.

P.S: Wem Fehler auffallen, lasst es mich wissen. Die Bücher sind allerdings schon gedruckt, aber hier ließe sich ja noch was korrigieren…

Mein „Super-Mond“ vom 23. Dezember 2015

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Viel Arbeit in letzter Zeit ließ wenig Spielraum, mal wieder was zu posten. Ein Projekt darunter war die Fertigstellung meines „Super-Mondes“. Eigentlich besetzt der Begriff einen besonders großen Mond am Himmel, wenn er der Erde an seinem innersten Bahnpunkt am nächsten kommt, am besten bei Vollmond. Der Größenunterschied ist durchaus sicht- und nachweisbar. Mein „Super-Mond“ hat zwar auch was mit Größe zu tun, aber eher der, in der ich ihn an die Wand bringen kann und er trotz der Größe noch immer jede Menge an Detail zeigt, dass den Betrachter bis  direkt vor’s Bild lockt.

Am 23. Dezember bestand eine gute Chance, dieser lang gehegten Idee näher zu kommen: Der Mond war nur zwei Tage von Vollmond entfernt, er stand hoch am Himmel, die Luft war außerordentlich ruhig, und ich konnte die neue Canon 5Ds R in Anschlag bringen, um zu sehen, was 50 Megapixel in der (Mond)Praxis bringen. Aufnahmegerät war ein Celestron 14 mit einer Brennweite von fast 4 Metern. Das bedeutete für die DSLR, dass ich den Mond nicht in eins ablichten kann, sondern nur in zwei Hälften. Die habe ich dann auch jeweils mehrmals aufgenommen bei 400 ASA und 1/320 bzw. 1/400 sec. Je vier Bilder einer Hälfte wurden gemittelt, um das Pixelrauschen für die spätere Kontrastanhebung zu bremsen, die beiden Hälften dann passgenau zusammengebracht und vereint.

Herausgekommen ist – mit ein bisschen Himmel drumherum – ein Masterbild von fast 10.000 x 10.000 Pixeln! Kontrast angehoben, milde geschärft, die Grundlage für einen Supermond-Druck mit 1,12 x 1,12 Metern war gelegt.

Nun hatte ich die gute Luft dieses Abends auch noch für Aufnahmen mit einer SW-Astrokamera genutzt. Die machte bei gleicher Brennweite Bilder mit einem Chip von 1024 x 768 Pixeln. Genaugenommen Videos. Kurze Sequenzen eines kleinen Mondausschnittes von jeweils ca. 1500 Bildern, die dann nach Astronomiegrundsätzen des „lucky imagings“ bearbeitet wurden. Das bedeutet, eine spezielle Software schaut im Video nach der Qualität der Bilder, die besten 20 Prozent von allen wurden ausgewählt und dann zu einem Bildergebnis pro Video addiert. Da durch die Addition eine hohe Rauschfreiheit vorliegt und sogar seeingbedingte Verzerrungen zum Teil ausgemerzt werden, sind Bilder möglich, die eine erhebliche Nachschärfung erlauben. Aber wegen des kleinen Chips eben  nur in eher winzigen Ausschnitten. Die Ergebnisse vom 23. Dezember waren dabei schon sehr gute. In den DMK-Bildern waren Kraterlöchlein von weniger als einem Kilometer Durchmesser auszumachen, das ist schon ziemlich scharf.

Um meinem „Super-Mond“ die Krone aufzusetzen, habe ich die DMK-Bilder in den Canon-Mond an den passenden Stellen eingesetzt. Das hat dort die Auflösung noch einmal drastisch erhöht und ist außerdem ein schönes Beispiel dafür, wie groß doch noch der Unterschied zwischen einen DSLR-Bild, selbst bei einer Mega-Kamera wie der 5Ds R, und den speziellen Astrokameras ist.

Ich füge hier einmal das daraus entstandene Gesamt-Mondbild an:

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Das Original ist hier zu finden, da wieder kein Anklicken zum Sprung ins Originalbild funktioniert (Achtung: ca. 14 MB JPG):

http://www.diefotomaus.de/astro/mond151223+DMKinsets.jpg

Es lohnt sich auf jeden Fall, voll in das Bild hinein zu zoomen und ein wenig auf dem Mond spazieren zu gehen. Die Einsetzungen der DMK befinden sich alle entlang des rechten Schattenrandes und sind in der Nahansicht ohne Weiteres erkennbar an der deutlich größeren Detailschärfe.

Leider habe ich an dem Abend nicht noch mehr Randprofil aufgenommen. So geht das Projekt „Super-Mond“ in eine weitere Runde. Ziel ist ohne Zweifel, einmal einen Mond in dieser Größe allein aus Bildern der DMK zusammensetzen zu können. Was für eine Arbeit das werden würde, mag ermessbar sein, wenn man weiß, dass dazu wohl mehr als 60 Einzelvideos und daraus gewonnene Bilder für einen ganzen Mond nötig wären. Da muss er schon mal einen ganzen Abend für „stillhalten“…

Wenn Planung und Glück zusammenfinden

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Während unseres Urlaubes im türkischen Bodrum vor einigen Wochen marschierte der Mond auf die Vollmondphase zu. In den Tagen davor wurde schon deutlich, dass sich dabei eine gute Möglichkeit ergeben würde, ihn zusammen mit einer Reihe alter Mühlen(ruinen), die Bodrum zugleich als Wahrzeichen dienen, in der Aufgangsphase zusammenzubringen. Und zwar genau zu der Zeit, wo der Mond noch nicht zu hell und das Umgebungslicht zu dunkel sein würde. Am Tag vor dem Vollmond habe ich einen solchen Versuch gestartet, aber ein Wolkenband ließ den noch zu blassen Mond erst sichtbar werden, als er schon etwas über den Mühlen stand. Immerhin waren so der richtige Platz und die ungefähre Zeit für den kommenden Tag klarer.

Gutes Wetter am 26. Oktober bot die Grundlage, mein zeitiger Aufbruch die beste Voraussetzung, nun konnte alles klappen. Vom höchsten Punkt der den Mühlen gegenüberliegenden Seite erwartete ich den Mond, der 15 Minuten später auch tatsächlich sichtbar wurde. Fast genau an der Stelle, die Google Sky voraussagte. Im steten Wechsel folgten nun Aufnahmen, wobei ich immer wieder schnell den Standort wechselte. Weil ich dabei bergab gehen konnte, gab es immer wieder neue „Aufgangsmotive“.

Zur Planung gesellte sich dann das Glück: An einer der Mühlen tauchten drei Menschen auf, die anscheinend auch die Szenerie fotografierten. Es gelang mir, sie mit Mühlen direkt vor dem Mond zu platzieren. Was eigentlich ein Nachteil war – ich hatte als längste Brennweite gerade einmal 105mm auf der neuen 5Ds R zur Verfügung -, erwies sich nun in der Perspektive als sehr passend. Das endgültige Bild musste dann natürlich ausgeschnitten werden, aber dazu bot die 5Ds R die idealen Voraussetzungen.

Ein seltenes Zusammentreffen vieler glücklich verlaufener Faktoren führte so zu dem Bild, dem ich schon lange hinterhergejagt bin:

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Für die Technikinteressierten: Aufgenommen bei 105mm, f:5,6 und 400 ASA mit 1/100 sec mit Stabilsator (bei der 5Ds R immer empfehlenswert, solange es unter 1/250 sec. geht).